Das Ende von Porsche mit Dieselmotor

Themen, die es aus der Autoindustrie zu erzählen und zu diskutieren gibt
Benutzeravatar
rose
Beiträge: 489
Registriert: So 24. Dez 2017, 11:48
Wohnort: Helgoland

Re: Das Ende von Porsche mit Dieselmotor

Beitrag von rose » Di 1. Jan 2019, 18:12

DEPU4711 hat geschrieben:
Di 1. Jan 2019, 17:47
Die Spritersparnis muss auch nur auf dem Papier erreicht werden für staatliche Förderungen und Erreichung des CO2-Flottenziels ;)
Stimmt! Allerdings sollte man aus dem Dieselskandal eihentlich gelernt haben, dass man u.a. CO2 in der Realität einsparen muss und nicht nur eine schöne Zahl auf dem Papier und im Verkaufsprospekt haben sollte. Ansonsten wird das mit sauberer Luft nichts.
Besser schlecht gefahren als gut gelaufen :lol:

Benutzeravatar
DEPU4711
Beiträge: 1280
Registriert: So 14. Jan 2018, 11:06
Wohnort: Passau

Beitrag von DEPU4711 » Di 1. Jan 2019, 18:47

Gelernt hat aus dem Skandal nur einer => Der Kunde. Denn der ist und bleibt ein Spielball von Wirtschaft & Politik.

Die Autos werden weiter nach Verbrauchszyklen entwickelt und nicht für reale Bedingungen hinsichtlich Kraftstoffverbrauch. Auch der effektive CO2-Ausstoss vom Kunden ist irrelevant für Wirtschaft und Politik. Genau deshalb werden auch weiterhin PHEV Modelle stark angeboten und Möglichkeiten zur CO2-Ersparnis im Zyklus gesucht. Wenn dann etwas schief läuft, oder sich sich eine neue Lobby bildet, wird dem Kunden schnell mit Fahrverboten oder hohen Kraftstoffkosten bzw. Besteuerung gedroht. Die Konzerne können ihre Investitionen durch den Druck auf den Endkunden 1:1 auf diesen übertragen. Dazu gibt es dann schlicht eine simple Prämie und man erklärt dem Kunden, dass sein aktuelles Altfahrzeug buchhalterisch keinen Wert mehr hat und quasi unverkäuflich geworden ist. So wird statt einer Rabattschlacht nun lediglich ein Bruchteil notwendig und die Gewinne können steigen.
Volkswagen steht aktuell nicht umsonst so gut da und scheint im Bereich Elektromobilität sehr gut aufgestellt zu sein. Auch die drohenden Strafzahlungen aus den USA scheinen den Konzern aktuell eher unbeeindruckt erscheinen.

Fragt sich also, wer ist nach dieser Krise wirklich der Verlierer?! Volkswagen mit seinen gesteigerten Absatzzahlen? Der Staat mit angekurbelter PKW-Wirtschaft? Oder der Kunde, der im Glauben an diese beiden seinen guten, ausgereiften Diesel entweder via Software-Update kaputt reparieren lässt, oder diesen zum Nulltarif an den Hersteller veräußert aus Angst vor Fahrverboten?! :roll:
Warum ich Mietwagen fahre?! Weil ich es kann :)

Benutzeravatar
rose
Beiträge: 489
Registriert: So 24. Dez 2017, 11:48
Wohnort: Helgoland

Beitrag von rose » Di 1. Jan 2019, 19:14

DEPU4711 hat geschrieben:
Di 1. Jan 2019, 18:47
Gelernt hat aus dem Skandal nur einer => Der Kunde. Denn der ist und bleibt ein Spielball von Wirtschaft & Politik.
Dem kann man nichts mehr hinzufügen! :(
Besser schlecht gefahren als gut gelaufen :lol:

Benutzeravatar
Bentley
Beiträge: 14
Registriert: Do 3. Jan 2019, 15:56

Beitrag von Bentley » Do 3. Jan 2019, 16:05

Ich bin der Meinung, dass die Politik hier dringend nochmals nachbessern muss. Es macht doch keinen Sinn, dass das Abgas nur auf dem Papier weniger wird, wie bei den ganzen Plugin Hybriden der Fall. Entscheidend ist, was während der Fahrt hinten heraus kommt. :roll:

Antworten

Zurück zu „Neues aus der Autoindustrie“

sunnycars