Volvo senkt maximale Höchstgeschwindigkeit

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Berti
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Volvo senkt maximale Höchstgeschwindigkeit

Beitrag von Berti » Do 11. Apr 2019, 14:27

Volvo plant, bei allen neuen Modellen die Höchstgeschwindigkeit durch Abregelung auf 180 km/h zu beschränken.
Ich finde , dass das eine unakzeptable Bevormundung de deutschen Kunden ist. Für mich ein absolutes No Go bei der Auswahl eines neuen Autos.

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12ender
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Beitrag von 12ender » Do 11. Apr 2019, 20:32

Das können sie für alle Länder machen, da dort überall Geschwindigkeitsbegrenzungen existieren. Aber nicht für Deutschland.
Ein Zylinder mehr ist cooler als Downsizing :geek:


Sprächen die Menschen nur von dem, wovon sie was verstehen, die Stille wäre unerträglich.

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Ralle
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Beitrag von Ralle » Fr 12. Apr 2019, 11:54

Mit solchen Einschränkungen wird der Spass am Autofahren doch ziemlich eingeschränkt. Ich habe kein Verständnis für solche Massnahmen. :(

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DEPU4711
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Beitrag von DEPU4711 » Fr 12. Apr 2019, 22:10

Ganz eherlich, es ist eine logische Schlussfolgerung aus der Entscheidung auf reine Elektrofahrzeuge gehen zu wollen. Wer mit nem E-Auto schneller als 130km/h aktuell unterwegs ist, schafft ja kaum größere Reichweiten als 250km mit einem 70-80kWh Akku :roll:
Also warum dann nicht Vmax auf 180km/h begrenzen?
Warum ich Mietwagen fahre?! Weil ich es kann :)

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Heating
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Beitrag von Heating » So 14. Apr 2019, 07:46

DEPU4711 hat geschrieben:
Fr 12. Apr 2019, 22:10
Ganz eherlich, es ist eine logische Schlussfolgerung aus der Entscheidung auf reine Elektrofahrzeuge gehen zu wollen. Wer mit nem E-Auto schneller als 130km/h aktuell unterwegs ist, schafft ja kaum größere Reichweiten als 250km mit einem 70-80kWh Akku :roll:
Also warum dann nicht Vmax auf 180km/h begrenzen?
Alles richtig @Depu4711. Das ist aber nicht das, was ich von der Autoindustrie als Kunde erwarte. Ich kaufe mir nicht für 70 k einen Audi etron mit den von dir beschriebenen Restriktionen, sondern ich will ein Produkt auf Stand der Technik von 2019.
Ist doch eine Rückkehr ins Dampflokzeitalter, wo ich unterwegs Wasser und Kohle laden musste.
Gebe bevorzugt mit allen BMW Modellen Gas, verachte aber keineswegs Audi oder Mercedes AMG.

:lol:

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DEPU4711
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Beitrag von DEPU4711 » So 14. Apr 2019, 12:06

Klar möchte man hier in DE mit seinem leistungsstarken Auto auch gerne diese auf der freien Autobahn spüren und auskosten. Nur in wie vielen Ländern, in denen die Fahrzeuge vermarktet werden, ist es denn überhaupt möglich die Vmax von über 180km/h zu fahren?! In quasi keinem, außer in de DE. Da kann ein Hersteller wie Volvo bei den geringen Verkaufszahlen in diesem Land auch eine solche Beschränkung gut verkraften. Zudem wird der Hersteller vmtl auch wissen wer seine Kunden sind und was diese für Einsatzzwecke mit ihren Fahrzeugen haben. Da fällt bei einer solchen Geschwindigkeitsbegrenzung wahrscheinlich nur ein sehr kleiner Prozentanteil eventuell als Käufer weg, die weh tun.
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Heating
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Beitrag von Heating » So 14. Apr 2019, 13:24

Das ist alles richtig @Depu4711. Aber ich bleibe dabei, was die Industrie da macht, nämlich für 70 k ein Auto zu verkaufen, das technisch unausgereift, im Alltag völlig unbrauchbar ist und die Entwicklung alternativer Antriebe komplett verschlafen hat, ist eine absolute Zumutung, unredlich und nicht zeitgemäss. Ich verstehe auch nicht, wieso das nicht öffentlich gesagt wird und die unausgegorene und untauglichen E-Antrieb einfach mal so hingenommen werden. Ich kann mit einem E-Auto, mit dem ich nicht mobil wie mit einem Verbrenner bin, nichts anfangen. Und für das teuere Geld erwarte ich zeitgemässe Technik und keine Batteriebastelei.
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DEPU4711
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Beitrag von DEPU4711 » So 14. Apr 2019, 15:26

Grundsätzlich ist die Technik ja nicht schlecht oder von vorgestern. Klar, die Batterietechnologie ist nicht optimal bzw. noch nicht ausgereizt. Dennoch geht der Trend in eine klare Richtung. Die Elektrifizierung wird immer weiter vorangetrieben. Nur braucht es in erster Linie keine umgebauten Verbrennerplattformen, sondern speziell für E-Antriebe entwickelte Plattformen. Genau hier müssen die Hersteller jetzt nacharbeiten. Im Alltag reichen aber Reichweiten von rund 300km problemlos für 90% der Fahrzeugnutzer aus. Einen Audi etron etwa wird bestimmt für Dienstwagenfahrer für den täglichen Arbeitsweg locker ausreichen, wo sonst ein Q7 50 TDI die täglichen 50km Arbeitsweg verrichten muss. Auf Langstrecken kommt man aktuell mit den Schnellladern auf der Autobahn auch ganz ordentlich voran. Klar, zeitlich eng gestrickt darf ein Zeitplan nicht sein, wenn ich am Stück 600-700km absolvieren muss. Aber wie oft macht man das?!
Wer dieses Einsatzprofil hat, der wird auch weiterhin einen Diesel fahren bis es entsprechende Infrastrukturen und moderne Plattformen gibt.
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Heating
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Beitrag von Heating » Mo 15. Apr 2019, 08:30

Ich stimme deinen Ansichten im Regelfalle gerne zu, weil sie vernünftig sind. Aber in diesem falle sehe ich die Dinge völlig anderst (siehe oben). Ich habe auch zwei Autos. Das größere nehme ich grundsätzlich nur für Langstrecke und oft auch mit Wohnwagen. Die Akkuautos würden für mich weder mit oder ohne Wohnwagen taugen, sondern wären schlich nicht verwendbar. Ich müsste ein schönes Hobby aufgeben und müsste auf langstrecke grundsätzlich auf Bahn oder Flugzeug ausweichen und das kann so nicht sein. :(
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DEPU4711
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Beitrag von DEPU4711 » Mo 15. Apr 2019, 14:28

Ich gebe dir recht. Für den Einsatzzwecke des Lastenziehens ist ein E-Fahrzeug aktuell nicht ausgelegt. Hier könnte maximal ein Brennstoffzellenfahrzeug helfen. Da hier der Tankvorgang schneller geht als der Ladevorgang. Klar, hohe Leistungen oder riesige Reichweiten können mit dieser Technologie auch noch nicht umgesetzt werden. Aber leider scheinen sich die Hersteller (Ausnahme Toyota, Hyundai und Kia) mit dieser Technologie nicht mehr auseinandersetzen zu wollen ...
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